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Kompetenznetzwerk Schule


Schulkooperation für Personalausgleich

 

Erfurt. (tlz/ger) Neue Denkmodelle zum Lehrereinsatz: Eine Arbeitsgruppe, in der Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), des TBB Beamtenbundes, der Tarifunion Thüringen und des Thüringer Kultusministeriums vertreten sind, spricht sich für regionale Kooperationen zwischen Grund-, Förder- und berufsbildenden Schulen sowie Regelschulen und Gymnasien aus. Bei Personalüberhang und Bedarf soll so ein Ausgleich geschaffen werden.

 

Im Bedarfsfall seien die Anhebung von Beschäftigungsumfängen Teilzeitbeschäftigter und die Vergabe planmäßiger Mehrarbeit geeignete Mittel, um befristeten Engpässen in der Unterrichtsversorgung entgegenzuwirken, heißt es in dem gemeinsamen Papier, das sich mit modernem Personalmanagement befasst. Oberstes Ziel sei dabei, die Sicherung der Unterrichtsqualität, die Entwicklung von mehr Eigenverantwortlichkeit in den Schulen sowie auf die künftige Bedarfsentwicklung flexibel zu reagieren.

 

Ziel soll sein, durch jährliche Einstellung junge Fachkräfte zu binden und die Altersstruktur zu verbessern. Alters-Teilzeitmodelle sollen besser genutzt werden.

 

08.05.2006

 

 


Eckpunkte

Konsens über Bedarf an Lehrern erzielt

 

ERFURT – Als Konsequenz auf die weiter sinkenden Schülerzahlen in Thüringen haben Kultusministerium und Gewerkschaften gemeinsame Vorschläge zur Personalentwicklung an den Schulen vorgelegt. Das gestern verbreitete Eckpapier sieht unter anderem vor, durch regionale Kooperationen aller Schularten Personalüberhang und Bedarf teilweise auszugleichen. Mehrarbeit und die Erhöhung der Stundenzahl von Lehrern in Teilzeit könnten befristet Engpässe im Unterricht auffangen.

 

Jürgen Röhreich, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sagte, der Konsens sei Ergebnis langer und nicht einfacher Gespräche. Altersteilzeitmodelle sollten den Pädagogen helfen, mit den Belastungen des Berufes besser umzugehen. Zur Verbesserung der Altersstruktur soll ein „Einstellungskorridor “ Lehramtsanwärtern Perspektiven im Beruf eröffnen. Der Vorsitzende des Thüringer Beamtenbundes, Helmut Liebermann, sagte: „Uns eint das gemeinsame Ziel, Thüringer Schulen zukunftsfähig zu machen.“

 

In diesem Schuljahr besuchen rund 262 000 Schüler die staatlichen Schulen in Thüringen. Das ist ein Drittel weniger als vor 15 Jahren. 2019 werden es nach Schätzungen noch einmal 29 000 Schüler weniger sein. Die Zahl der Lehrer sank seit Anfang der 1990er Jahre von 32 800 auf derzeit 24 100. (dpa)

 


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Letzte Änderung: 13.08.2009 RSS    | Seite empfehlen | Druckansicht | pdf-Ansicht | Impressum