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05/09 2007: Thüringer «Floh-Fitness-Training» an Schulen gestartet
Erfurt (ddp-lth). In Thüringen hat zum neuen Schuljahr an den Grund- und Förderschulen das sogenannte Floh-Fitness-Training begonnen. Dieses zusätzliche Lesetraining soll zum Lesen verlocken, erklärte der Landeselternsprecher der Thüringer Grundschulen, Alexander Grimm, am Dienstag in Erfurt.
Kindgerecht und spielerisch soll den Schülern das Lesen-Lernen vermittelt werden. Bislang hätten sieben von zehn Schülern Schwierigkeiten beim Lesen-Lernen.
In den vergangenen fünf Jahren haben bereits 20 718 Schüler aus 966 Thüringer Klassen am «Floh-Fitness-Training» teilgenommen, sagte der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes (tlv), Rolf Busch.
Alleine im vorigen Jahr habe die Anzahl der teilnehmenden Grund- und Förderschulklassen 327 betragen. Die Tendenz sei steigend. Auch Eltern und Schüler hätten sich positiv geäußert. Zum einen werde mehr gelesen. Zum anderen gebe es nun die Möglichkeit, mithilfe des Trainingsprogramms gezielt Leseschwächen zu erkennen.
Das «Floh-Fitness-Training» ist eine Initiative des Thüringer Lehrerverbandes und der Stiftung Lernen der Jugendzeitschrift «Flohkiste» und «Floh».
Seit diesem Schuljahr gibt es in Thüringen erstmalig eine kostenfreie dreimonatige Testphase. In dieser Zeit können Schüler, Eltern und Lehrer herausfinden, ob das Lesetraining in ihrer Klasse weitergeführt werden soll.
Nach der anschließenden Testphase müsse das Training von Eltern oder Fördervereinen finanziert werden, erklärte Grimm. Eine Kostenübernahme durch das Land bestehe derzeit nicht. (tlv.de; thueringer-lesefitness.de) ddp/jhi/fgr
05/09 2007: Mit Floh-Fitness zur Lesekompetenz
Erschienen am 05.09.2007 00:00 GRUNDSCHULE
Wissenschaftliche Untersuchungen stellen fest, dass jedes zweite Kind in Deutschland die Schule nicht „buchreif“ abschließt. 20 Prozent der Kinder bewegen sich demnach auf der „niedrigsten Kompetenzstufe“. Helfen sollen nun die „Thüringer Lesefitnesstage“.
ERFURT - Lesenkönnen und -wollen wird in den ersten Schuljahren durch esenlernen antrainiert. Dazu soll die Aktion beitragen. Neu ist das Material der Schul-Jugendzeitschriften Flohkiste und Floh nicht, die auch der Thüringer Lehrerverband (TLV) mit herausgibt. Seit fünf Jahren haben in Thüringen bisher an die Tausend erste bis vierte Klassen an dem „Training“ teilgenommen. Das sind weniger als zehn Prozent. Der Grund für diese Zurückhaltung dürfte nicht zuletzt mit den Kosten zusammenhängen. Nur am Rande wurde dieser Zusammenhang erwähnt, als gestern der TLV-Landesvorsitzende Rolf Busch über die Aktion informierte, an der „neu ist, dass das Material für die 1. bis 4. Klassen drei Monate kostenlos zur Verfügung gestellt wird“. Die Kosten dafür würden sich, so rechnete Busch aus, auf etwa 1,30 Euro pro Kind und Monat belaufen.
Sponsoren gesucht Förderung etwa durch das Kultusministerium ist nicht zu erwarten, obgleich Minister Jens Goebel (CDU) als Schirmherr der Aktion agiert. Nun hofft man, durch die Wirkung dieses zeitweise kostenlosen Trainings Sponsoren anderer Art zu animieren. Denn immerhin hätten bisher 90 Prozent der an dem Training teilnehmenden Kinder die Lesereife erlangt.
Vorgestellt werden soll das Programm vor Lehrern, gern auch im Beisein der Eltern, bei Auftaktveranstaltungen in drei großen Thüringer Städten. Der Termin in Suhl ist am 19. September ab 14.30 Uhr in der Grundschule Suhl-Heinrichs. Dabei gibt es auch ein Video zu sehen, gestaltet aus Szenen von schon erfolgreich trainierenden Kindern, die glücklich singend verkünden, wie schön es sei, lesen zu lernen.
Sie sollen dabei zu einem im Unterricht gelesenen Text schriftlich Fragen beantworten, wobei sie selbst bewerten, ob sie einen Text nicht nur schnell lesen können, sondern auch den Inhalt begriffen haben. Beispielsweise muss aus Gruppen von jeweils drei Sätzen schnell erkannt werden, welche Satzkomposition unsinnig ist.
Hier ein Beispiel: Sie kann ihr Schwein nicht bewegen. Sie kann ihr Bein nicht bewegen. Sie kann den Wein nicht bewegen. Für jeden richtig angekreuzten Satz gibt es einen Punkt.
Warum selbst bei der Ermunterung zum Lesen in diesem frühen Alter im Material nicht auf Anglizismen wie Fitness oder Check verzichtet wird, bleibt das Geheimnis der Pädagogen, die das Konzept entwickelt haben. Lesefitness heißt schließlich Lesenkönnen, und ein Check ist nichts anderes als eine Prüfung. ILSE HOLZ
05/09 2007: Lesefitnesstraining an Thüringer Schulen
An den Grund- und Förderschulen in Thüringen startet in diesem Jahr ein Lese-Fitness-Training.
Nach Angaben von Rolf Busch vom Thüringer Lehrer-Verband beteiligen sich fast 4.000 Klassen an dem Programm. Finanziert wird das Training von der Stiftung Lernen. Bei der Aktion wird an allen Schulen die Zeitschrift "Flohkiste" verteilt. In ihr gibt es kindgerechte Texte und Übungen, mit denen die Lehrer das Lese-Verständnis prüfen können. Schirmherr der Aktion ist Thüringens Kultusminister Jens Goebel. Das Land beteiligt sich allerdings nicht an den Kosten von über 200.000 Euro.
05/09 2007: Lesen lernen mit dem Floh
Dienstag, 04.September 2007, 16.25 Uhr
Nordhausen (nnz). Lesen lernt man nur durch Lesen. Manche Kinder haben dazu aber keine Lust. Ein neues Projekt soll Interesse wecken. Was ein Lese-Fitneßtraining ist, das hat nnz herausgefunden.
„Neu und einmalig ist in diesem Schuljahr, dass allen 1. bis 4. Klassen in Thüringen das umfangreiche Material über einen Zeitraum von drei Monaten kostenlos zur Verfügung gestellt wird“, freut sich der tlv Landesvorsitzende Rolf Busch über diese Möglichkeit für Lehrer, Eltern und besonders für die Schüler.
Ohne Druck, dafür kindgerecht mit sportlich-spielerischem Ansporn wird Kindern durch das FLOHLesefitness-Training das Lesenlernen vermittelt. Längst nicht alle Kinder üben ausreichend, um die Qualifikation Lesen in der Grundschule zu erwerben. Frühzeitige Unterstützung ist für diejenigen dringend notwendig, die die Faszination Lesen nicht selbst entdecken.
"Wir reden immer vom Lesen und dabei oft zu wenig von geeignetem Lesestoff. Aber Lesen lernt man eben nur durch Lesen. Deshalb bilden auch die Texte der vom tlv mit herausgegebenen Schul-Jugendzeitschriften FLOHKISTE/floh! die Plattform des Lesefitness-Trainings", so der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung LERNEN der Schul-Jugendzeitschriften FLOHKISTE/floh!, Günther Brinek.
Die gesamte Bildung in allen anderen Bereichen baut auf der Fähigkeit des Lesens und somit des Verstehens auf. Alexander Grimm, der Landeselternsprecher der Thüringer Grundschulen begründet die Unterstützung der Kreiselternsprecher wie folgt: „Die Eltern sollten von Anfang an in allen Bereichen der Kinderbildung aktiv mitwirken, denn das Konzept des FLOH-Lesefitness-Trainings deckt auch diese Mitarbeit der Eltern ab. Kinder lesen aus den Materialien zu Hause vor, erhalten dadurch zusätzliche Lesekompetenz, und somit auch durch die Lernerfolge immer wiederkehrende Motivation durch den erlebten Erfolg“.
Das FLOH-Lesefitness-Training wurde von Pädagogen entwickelt und wird im Unterricht ohne Anleitung des Lehrers durchgeführt. Das Konzept basiert auf zwei Übungsformen, dem Tempo- und dem Leseverständnis-Check.
Zu einem im Unterricht gelesenen Text werden in schriftlicher Form Fragen gestellt, die im Multiple-Choice-Verfahren zu beantworten sind. Hier wird nicht nur die Lesegeschwindigkeit sondern – was in der üblichen Leselernpraxis häufig vernachlässigt wird – auch das Verständnis abgefragt.
Nach einem Punktesystem bewertet jedes Kind seine individuellen Fortschritte und dokumentiert diese in seinem eigenen Checkheft. So werden auch bislang wenig interessierte Kinder motiviert, weiter zu üben.
Für die Lehrerinnen und Lehrer entsteht darüber hinaus eine wertvolle Diagnosehilfe. Insgesamt werden pro Schuljahr 5 (1. Klasse) bzw. 7 (2. – 4. Klasse) Checks in vierwöchigen Abständen in der Klasse durchgeführt.
Anmeldeschluss für die zweite bis vierte Jahrgangsstufe ist der 15. Oktober 2007, für die ersten Klassen der 31. Januar 2008.
Die Klassenlehrer müssen unter www.thueringer-lesefitness.de oder direkt über die Stiftung LERNEN (stifung@floh.de) ihre Klasse anmelden. (nnz)
30/08 2007: Auch Lehrer schwänzen den Unterricht
Michaela Beck, Radio F.R.E.I
In Thüringen neigen sich die Sommerferien dem Ende entgegen. Mit dem Schulbeginn am kommenden Donnerstag könnte es durchaus zu einem Lehrermangel in Thüringen kommen. Zwar seien bereits mehr als 90 Prozent der zu vergebenden Stellen besetzt, dennoch stelle dies keine Garantie für das Erscheinen der Pädagogen dar, sagte Detlef Baer, Pressesprecher des Thüringer Kultusministeriums.
In den vergangenen Jahren unterschrieben Lehrer immer häufiger die Verträge, erschienen am ersten Schultag aber nicht zum Unterricht . Die Erklärung hierfür ist ganz einfach: Lehrer finden im Westen lukrativerer Arbeitsstellen.
Rolf Busch, Vorsitzender des Thüringer Lehrerverbands meint dazu: Zitat: "Die Kinder unter gleichen Bedingungen "sitzen" zu lassen, finde ich nicht in Ordnung. Wenn man aber bedenkt, welche Differenzen zwischen den alten und den neuen Bundesländern bestehen dann kann man den Betroffenen keinen Vorwurf machen. Oder man muss eben die Bedingungen ändern." Grund für die Abwanderung seien Gehaltsunterschiede oder auch unzureichende Aufstiegschancen.
Der Sprecher des Thüringen Kultusministeriums, Detlef Baer, verwies auf eine geplante Tarifangleichung im Jahr 2010. Gegenüber Radio F.R.E.I. äußerte er, dass es derzeit keine Möglichkeit gebe etwas an dieser Situation zu ändern. Zitat: "Man kann niemanden zwingen in Thüringen zu bleiben."
Dass diese Situation weder für Schüler noch für Lehrer positive Folgen hat, ist zu erwarten. Aktuelle Zahlen kann das Kultusministerium dazu jedoch nicht nennen. Momentan werden die letzten freien Stellen noch besetzt. In den Realschulen und den Gymnasien ist die Anzahl der Lehrkräfte ausreichend. In den Grundschulen besteht jedoch großer Bedarf, da die Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren wieder gestiegen sind und viele Lehrer vor dem Ruhestand stehen.
Dies soll nun durch die Einstellung von jüngeren Lehrkräften ausgeglichen werden. Doch gerade die jungen Pädagogen und frisch gebackenen Hochschulabsolventen zieht es in den Westen. Zitat: "Man muss auch bei knappen Kassen Prioritäten setzen. Entweder man kümmert sich um qualifizierte Lehrer für die Kinder in Thüringen oder man gibt zu, dass man im Wettbewerb nicht mithalten kann. Lehrerverbandsvorsitzende Rolf Busch meint, dass eine solche Entscheidung die Unterstützung der Gesellschaft und die Führung durch die Politik bedarf. Zitat: "Wenn die Politik sich dagegen entscheidet, dann wird das Konsequenzen haben.", sagte Busch.
Ob zum Schulbeginn genügend Lehrer ihren Dienst antreten, wird der kommende Donnerstag zeigen. Die Schulen starten also mehr oder weniger "unvorbereitet" in das neue Schuljahr. Unabhängig davon, kritisiert Rolf Busch auch die fehlende Kontinuität in den Ausbildungsstätten.
Schon seit Jahren besteht ein "Personalkarusell". Die Konstanz, dass ein Pädagoge eine Schulklasse als Klassenlehrer über Jahre hinweg begleitet ist schon lange nicht mehr gegeben. Auch der ständige Transfer und Austausch von Lehrern unter den einzelnen Schulen - um eben fehlende Fachkräfte zu ersetzen - sei negativ zu betrachten. Dadurch werde der kontinuierliche Schulalltag durcheinander gebracht und das sei Gefahr für Lehrer und Schüler.
20/09 2006: Lehrer fristlos gekündigt
Französisch stand im Stundenplan. Der 43-jährige Lehrer im Kreis Gotha war gestern früh pünktlich in der Schule. Unterrichten durfte er nicht, tags zuvor hatte ihn ein Gericht verurteilt.
14/09 2006: „Lehrer nicht zu Sündenböcken machen“
Heftige Kritik der Pädagogenverbände an Finanzgutachten und der Thüringer Finanzministerin
31/08 2006: Lehrerverband warnt vor gefährlichem Trend an Schulen
Von Hartmut Kaczmarek
31/08 2006: Die Ruhe an den Schulen täuscht
Von Elmar Otto (TLZ)
Erfurt. (tlz) Die derzeitige scheinbare Ruhe an den Thüringer Schulen täuscht. "Unter dem Deckel gärt es", sagt der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch, in einem TLZ-Gespräch zum Schuljahresbeginn.
31/08 2006: Auf leisen Sohlen
TLZ Kommentar von Hartmut Kaczmarek
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