Häufig gestellten Fragen zum Thüringer FLOH-Lesefitness-Training
 Wie sieht das Lesefitness-Checkmaterial aus?
Es besteht je Durchgang aus einem Leseverständnis und einem Lesetempocheck. Sie erhalten diese Materialen für alle Schüler und für alle drei Termine in einer Sendung im Voraus und können so die Durchführungstermine individuell gestalten. Zwischen jedem Check sollten allerdings immer etwa vier Wochen Pause liegen, die die Kinder mit Lesen nutzen! Vorsorglich werden Sie von uns zu jedem vorgesehenen Termin mit Postkarte an die Durchführung erinnert!  Wie erkläre ich den Kindern, was sie bei den Checks genau zu tun haben?
Mit Hilfe von Beispielen auf Folien, die Ihnen mit dem gesamten übrigen Material zur Verfügung gestellt werden.
 Wie motiviere ich die Kinder am besten für das Thüringer FLOH-Lesefitness-Training?
Mit sportlichem Ehrgeiz!
Besprechen Sie mit der Klasse, dass man Lesen genauso trainieren kann wie seine Muskeln. Viele Klassen beginnen als Einstieg erst einmal mit dem Ausfüllen der Checkhefte. Um ein Leseklima aufzubauen, sollten die Eintragungen in das Checkheft, das ja die Funktion eines „Lesetagebuchs“ hat, regelmäßig erfolgen, analog zur Erscheinungsweise von FLOHKISTE/floh!, also im 14-Tage-Rhythmus.
 Wie ist es zu organisieren, dass auch Kinder die FLOHKISTE/floh!-Hefte lesen können, die nicht FLOHKISTE/floh!-Bezieher sind?
Zunächst einmal sollten möglichst viele Eltern davon überzeugt werden, ihrem Kind den Bezug der Hefte zu ermöglichen. Mit den Eltern der Bezieherkinder ließe sich die Absprache treffen, dass diese ihre Hefte auch Mitschülern ausleihen. Außerdem: Sind bereits oder werden mindestens 5 Kinder FLOHKISTE/floh!-Bezieher, erhält die Klasse ein kostenloses Freiabonnement, das dann auch zum Ausleihen zur Verfügung steht.
 Müssen alle Kinder meiner Klasse, um mitmachen zu können, die FLOHKISTE bzw. den floh! beziehen?
Nicht unbedingt - obwohl die FLOHKISTE- bzw. floh!-Hefte die Plattform des Lesetrainings bilden. Die Kinder sollen ja alle 14 Tage eine neue Ausgabe lesen und die darin enthaltenen unterschiedlichen Textsorten im „Checkheft“ bewerten. Die „Checkhefte“ gibt es für die gesamte Klasse kostenlos. In diesen soll auch der über FLOHKISTE/floh! hinausgehende Lesestoff notiert und bewertet werden.
 Wie werte ich die Checks aus?
Tempo-Check: Den ersten Testunterlagen liegt eine Korrekturschablone bei, die für alle sieben Tempo-Checks gilt.
Leseverständnis-Check: Dazu gibt es jedes Mal ein Lösungsblatt.
Anhand der Lösungen können sich die Kinder entweder selbst kontrollieren und ihre Punkte ermitteln (je richtig beantworteter Frage ein Punkt) oder Sie werten selbst die Checks aus. Besonders motivierend für die Kinder ist ein mündlicher oder schriftlicher Hinweis auf die Steigerung ihrer Punktezahl. Hat sich ein Schüler nicht verbessern können, so tröstet ihn häufig ein Vergleich mit einem Sportler, der ja auch nicht immer super in Form sein kann, aber trotzdem nicht aufhört zu trainieren.
Auf keinen Fall sollten die Checks benotet oder als Lernzielkontrolle eingesetzt werden!
 In welcher Reihenfolge führe ich die Checks am besten durch?
Den ersten Checks liegen Overheadfolien bei, mit deren Hilfe die Bearbeitung besprochen werden kann. Da manche Sätze aus dem Tempo-Check inhaltlich zum Text des Leseverständnis-Checks passen, ist es sinnvoll, mit dem Leseverständnis-Check zu beginnen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Kinder im Anschluss daran mit dem Tempo-Check überfordert sind, dann führen Sie diesen zweiten Test am darauf folgenden Tag durch.
 Muss ich mich bei der Testdurchführung an die Zeitvorgabe halten?
Beim Lesetempo-Check geht es um Geschwindigkeit. Hier muss immer die gleiche Zeitvorgabe gelten, damit die Ergebnisse der Testreihe auch wirklich vergleichbar sind. Wir haben für den Lesetempo-Check fünf Minuten vorgesehen.
Auch beim Leseverständnis-Check ist eine Zeitvorgabe wegen der Vergleichbarkeit der Ergebnisse sinnvoll. Hier empfehlen wir eine Bearbeitungsdauer von 15 Minuten.
 Wie viel Zeit sollte zwischen den Checks liegen?
Die Unterlagen für die sieben zweiteiligen Checks (Lesetempo und Sinnerfassung) gehen allen teilnehmenden Klassen nach einem Zeitplan automatisch zu.
Zwischen den einzelnen Checks sollten jeweils mindestens vier Wochen liegen. Zeit, in der Sie die Kinder immer wieder zum Lesen auffordern können, damit sie ihren Trainingserfolg verbessern.
Selbstverständlich können Sie die Durchführung der Checks nach Ihrem Zeitplan variieren. Sie sollten jedoch einen Monat vor den Sommerferien abgeschlossen sein, damit noch die Urkunden verteilt werden können.
 Sind die Checks nicht zu schwer für die Kinder?
Die Aufgaben sind so umfangreich angelegt, dass auch Kinder, die bereits gut lesen können, noch einen Ansporn zur Verbesserung haben.
Erklären Sie den Kindern vorab, dass es nicht darum geht, alle Aufgaben zu lösen, sondern sich von Mal zu Mal zu steigern.
 Setzen die Checks die Kinder nicht unter Leistungsdruck?
Die Checks sind nicht als Leistungsbewertung im Sinne einer Notengebung oder zum Feststellen von Klassenbestleistungen konzipiert. Sinn und Ziel des Lesefitness-Trainings ist vielmehr der Trainingszuwachs - oder anders gesagt: der Vergleich der Leistung des Kindes mit seiner eigenen Leistung aus den vorherigen Checks.
Vermitteln Sie das den Kindern von Anfang an und weisen Sie sie immer wieder auf ihren persönlichen Trainingserfolg (Punktezuwachs) hin.
 Sind meine leseschwachen Kinder – speziell die Ausländerkinder – mit dem Lesefitness-Training nicht restlos überfordert?
Natürlich können Sie den Kindern, falls Sie es für notwendig erachten, Hilfestellungen geben. Zum Beispiel durch Vorlesen der Geschichte (2. Klasse) oder Erklären unbekannter Wörter.
Empfehlen Sie den Kindern beim Lesetempo-Check die Sätze, die sie nicht verstehen, beiseite zu lassen und möglichst flott weiterzulesen.
 Wie kann ich Kinder mit schwacher Leseleistung motivieren?
Für alle Kinder gilt: Wie viel ein Kind am Anfang schafft, ist gar nicht so wichtig. Entscheidend ist vielmehr, dass jeder Einzelne im Verlauf des Trainings seinen Ist-Stand steigert.
Der erste Lesefitness-Check markiert den Ist-Zustand jedes Kindes. Davon ausgehend zeigen die folgenden Checks die Entwicklung der Leseleistung an. Freuen Sie sich über jede Punktverbesserung eines Kindes, gerade wenn dieses innerhalb der Klasse zu den schlechteren Lesern gehört. Ermuntern und fördern Sie gerade dieses Kind und beweisen Sie ihm, dass derjenige, der viel liest, seinen Leistungsstand (Punktezahl) verbessern kann.

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