18/03 2009: Landesregierung erkennt Lehrermangel an
tlv begrüßt erste Reaktion auf erwartete Personalsituation ab 2012
„Die heute geschlossene Vereinbarung zwischen den Kultusministerien von Thüringen und Baden Württemberg zur Lehrergewinnung wertet der tlv als erstes Eingeständnis der Landesregierung, dass zukünftig Lehrermangel in Thüringen zu erwarten ist“, sagte Rolf Busch, Vorsitzender des tlv thüringer lehrerverband heute in Erfurt.
Diese Vereinbarung werten wir als Reaktion auf die vom tlv vorgetragene Kritik an den laufenden Abwerbekampagnen anderer Bundesländer. Der tlv fordert weiterhin eine deutlich größere Zahl von Einstellungen. Diese müssen wegen der Situation der Teilzeitbeschäftigten zwar in Teilzeit, dafür aber im Gegensatz zur derzeitigen Praxis, unbefristet erfolgen.
Darüber hinaus gehört zu einem attraktiven Angebot die Garantie zur späteren Vollbeschäftigung und Verbeamtung. Der von der Regierungsfraktion angekündigte Einstellungskorridor von jährlich 100 Neueinstellungen wird in den nächsten zehn Jahren im Schnitt eigentlich allein 500 betragen müssen, um das altersbedingte Ausscheiden zu kompensieren.
„Es ist fraglich, ob die Liebe zur Heimat überwiegt, oder die attraktiveren Beschäftigungsbedingungen“, so Busch weiter. Der tlv ist gespannt, wie die Bedingungen in Thüringen an die in Baden Württemberg so angepasst werden, dass die Rückkehr des Lehrpersonals nicht nur Wunschdenken bleibt.
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