tlv fordert verbesserte Lehrerausbildung in Thüringen und Unterstützung der Fachleiter an Studienseminaren
Positionspapier des tlv thüringer lehrerverband an Minister Christoph Matschie übergeben
Eine hochwertige Lehrerausbildung ist ein Grundpfeiler eines erstklassigen Bildungssystems. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit Minister Christoph Matschie an der Spitze muss Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine qualitativ hochwertige Ausbildung der Lehramtsstudenten und Lehramtsanwärter in Thüringen unterstützen.
Bei kritischer Betrachtung der Situation an den Staatlichen Studienseminaren in Thüringen gibt es aber Handlungsbedarf, um die Qualität der Ausbildung weiter erhöhen zu können.
Insbesondere die Fachleiter an den Staatlichen Studienseminaren tragen eine hohe Verantwortung in der pädagogisch-praktischen Ausbildung der Lehramtsstudenten innerhalb des Vorbereitungsdienstes für die Lehrämter in Thüringen. Die Zuständigkeit für die zweite Phase der Lehrerausbildung muss bei den Staatlichen Studienseminaren und in der Verantwortung von Fachleitern bleiben. Die Aufgaben der Fachleiter können nicht nebenbei von den Schulen bewältigt werden.
Der tlv thüringer lehrerverband erhebt daher an die Vertreter der Politik folgende Forderungen:
- gleichwertige und vergleichbare Abschlüsse für alle Lehrämter ohne Verkürzung der Ausbildungsdauer von 24 Monaten.
- ein vollwertiger Masterabschluss (300 Leistungspunkte) auch für die Lehrämter Grund- und Regelschule.
- eine bessere Verteilung der LAA auf alle Staatlichen Schulämter.
- die konsequente Einbeziehung der sonderpädagogischen Ausbildung in allen Lehramtsstudiengängen, die bereits im Lehrerbildungsgesetz verankert ist.
- flexible Einstellungstermine für Lehramtsanwärter, z. B. zum 1. Mai und 1. November (zweckmäßig für die Planungssicherheit in den Schulen)
- frühzeitige Einstellungszusagen an die LAA, um
- den Schulen/Schulämtern bessere Planungsmöglichkeiten zu geben.
- die Fristen für die Arbeit der Personalräte zu gewährleisten.
- die angehenden Lehrer an Thüringen zu binden.
- Ausbildung der nötigen Lehramtsanwärter entsprechend des Personalbedarfs in allen Fächern,
- auf Basis frühzeitiger Gespräche des TMBWK mit den Universitäten zur Klärung des zukünftigen Bedarfs.
- um die Verschwendung von Steuergeldern zu vermeiden.
- um den Lehramtsstudenten eine ehrliche berufliche Perspektive in Thüringen zu geben.
- den LAA die Anzahl benötigter Lehrer bekannt zu geben, um nicht durch ein Überangebot in den gewählten Fächern in eine spätere Arbeitslosigkeit zu rutschen.
- eine bessere Abstimmung der Ausbildung zwischen den Universitäten in Jena und Erfurt.
- verbesserte Bezahlung der bestellten Fachleiter bis zur Besoldungsgruppe A 15 durch Wiedereinführung des Amtes eines Fachleiters in die ThürBesO A, auch als Anreiz für die Gewinnung weiterer Fachleiter zur qualitativen Absicherung der Lehrerausbildung.
Im Interesse aller Schüler und aller (zukünftigen) Lehrer in Thüringen appellieren wir an die Vertreter der Politik, unsere Forderungen in die Überlegungen aufzunehmen. Der tlv thüringer lehrerverband ist die Lehrervertretung, die Kritik übt, wenn sie nötigt ist. Und wir stehen jederzeit für lösungsorientierte Gespräche zur Verfügung.
Download Druckausgabe – Positionspapier zur verbesserten Lehrerausbildung

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