v.r.n.l.: Willi Russ (dbb), Jens Bullerjahn TdL)

Am 26. und 27. Februar 2015 wurden in Potsdam die Tarifverhandlungen zur diesjährigen Einkommensrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) fortgesetzt.

„Die Fortschritte sind marginal und die Probleme weiterhin groß. Eine Kompromisslinie kann ich noch nicht erkennen“, fasste dbb-Verhandlungsführer Willi Russ die Situation nach der zweiten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammen. Bei allen drei großen Themen – Einkommen, Entgeltordnung, Zusatzversorgung – haben die Arbeitgeber keine substantiellen Angebote gemacht.

Gegenüber der Presse gab dbb-Vize Russ folgende Bewertung ab: „Die Arbeitgeber bedürfen eines nachdrücklichen Denkanstoßes durch die Beschäftigten in den Schulen, Verwaltungen und Betrieben. Wir haben zwar gestern in einer guten Verhandlungskultur zusammengesessen, aber bei genauerem Hinschauen sind greifbare Ergebnisse dabei nicht herausgekommen.“ Insbesondere bei der Entgeltordnung Lehrkräfte muss nach unserer Ansicht nachgebessert werden. Sonst findet der TdL-Vorschlag in Form von zusammengeschriebenen bisherigen Arbeitgeberrichtlinien nicht die Zustimmung der Lehrerinnen und Lehrer. Auch bei anderen Punkten finde ich keine werthaltigen Angebote, die die gute Arbeit der Kolleginnen und Kollegen honorieren.“

Der dbb-Verhandlungsführer forderte die Tarifgemeinschaft der Länder auf, bis zur entscheidenden dritten Verhandlungsrunde am 16./17. März 2015 endlich konstruktive Vorschläge zu erarbeiten, wie man sowohl bei den Lineareinkommen, als auch bei der Lehrereingruppierung zu tragfähigen Kompromissen kommen könne.

Die Konsequenz: Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 16./17. März 2015 wird der dbb bundesweit zahlreiche Warnstreiks durchführen. Die allgemeine Warnstreikfreigabe wurde erteilt, Infos zu einzelnen Aktionen sind auf den Sonderseiten des dbb zu finden.